© 2017 Feuerwehr Unterkirnach Chronik der Feuerwehr Unterkirnach Die Feuerwehr Unterkirnach besteht seit 1845, was eine Feuerlöschordnung und das Baujahr der historischen pferdegezogenen Handdruckspritze aus diesem Jahr belegt. In der Bau- und Feuerpolizeiordnung wurde in 31 Paragraphen festgelegt wo sich die Feuerlöschspritze, die Leiter, die Eimer, die Pferde usw. zu befinden hat. (siehe Feuerlöschordnung aus dem Jahre 1845) Der Messmer der Kirche wurde benachrichtigt, um mit den Feuerglocken Sturm zu läuten. Ohne Anordnung des Spritzenmeisters oder des Bürgermeisters durfte keiner den Brandplatz verlassen. Alle 10 Jahre etwa wurde die Feuerordnung überarbeitet weil sich die Standorte der Pferdebesitzer, Anzahl der Personen usw. angepasst werden mußte. Es liegen Nachweise für die Feuerordnung bis zum Jahr 1926 vor. Die historische Spritze wurde vor einigen Jahren von der Altersmanschaft liebevoll restauriert und kommt bei festlichen Anlässen zum Einsatz. Im Jahre 1929 wurde die damalige Gemeidefeuerwehr (Pflichtfeuerwehr - für jeden Bürger über 18 Jahre) in eine freiwillige Feuerwehr umgewandelt. Im Sommer 1943 wurde eine Tragkraftspritze (Metz) mit Anhänger beschafft und war bis 1954 im Dienst. Gezogen wurde der Anhänger von einem Transporter, der ein Bürger zur Verfügung gestellt hatte. Der TÜV hat diese Fahrzeug 1955 aus dem Verkehr genommen. So mußte die Gemeinde im selben Jahr ein Tragkraftspritzen-Fahrzeug beschaffen. Einen VW mit Ziegler Aufbau mit 24 PS. Auch eine neue Tragkraftspritze wurde beschafft. Diese Fahrzeug war bis 1972 im Einsatz und war im alten Spritzenhaus neben dem alten Rathaus untergestellt. 1972 wurde das Gerätehaus so wie es heute noch in Betrieb ist gemeinsam mit der Kirchengemeide erbaut. Im Erdgeschoss wurde die Feuerwehr (Anfangs mit Bauhof der Gemeinde) und im 1. Obergeschoss der Kindergarten eingerichtet. Im selben Jahr wurde ein LF 8/8 schwer (Allradantrieb) beschafft. Dieses hatte Gerätschaften für Löschangriffe verlastet - anfangs ohne Atemschutzgeräte. 1978 wurde ein gebrauchter VW-Transporter mit einer handbetriebenen Rettungsschere für Verkehrsunfälle beschafft. 1985 wurde dann ein Rettungssatz (Schere und Spreizer) mit Verbrennungsmotor beschafft. Ebenfalls 1985 wurde ein gebrauchtes TLF 8/8 (Tanklöschfahrzeug) ein Mercedes-Unimog Baujahr 1962 beschafft. Die Maschinisten der Feuerwehr mußte sich erstmalig mit einem Wassertank auseinadersetzen. 1989 wurde der VW-Transporter durch einen VW-LT28 ersetzt (8 Mann Besatzung, Rettungssatz und Atemschutzgeräte) Im Jahre 1998 wurde der Unimog durch ein TLF (Tanklöschfahrzeug) 16/24 Tr (Iveco-Magirus) ersetzt. 1979 wurde in Unterkirnach die "stille Alarmierung" eingeführt (analoge Meldeempfänger). Jeder Feuerwehrmann erhielt einen Empfänger - sogar der Bürgermeister. Somit hatte die Sirene auf dem Rathausdach ausgedient. Inzwischen wurden die analogen Meldeempfänger Schritt für Schritt durch digitale Meldeempfänger ersetzt. Im Jahre 2007 wurde das LF 8/8 durch das heute im Einsatz befindende HLF 20/16 ersetzt